Idee und Text Florian Lutz und Janka Voigt





Regie
Florian Lutz

Dramaturgie
Janka Voigt

Musikalische Leitung
Antonis Anissegos

Bühne und Kostüme
Pia Wessels

Licht
Frederik Wehlmann

Produktionsleitung
Rainer Simon

Musiker

Assistenten
Die unterschiedlichen Formen des Umgangs mit der originalen Musik
1.) Musikalische Nummern, die zur Charakterisierung einer Figur oder ihres Verhaltens als geläufiges Opernklischee dienen, werden für das kammermusikalische Ensemble so neu arrangiert, dass ihre musikalische Substanz und Klanggestalt weitgehend erhalten bleibt.
2.) Für szenische Passagen, die nicht die klassische Opernfigur im Zentrum haben, sondern die realistische Zeichnung einer heutigen – an das klassische Vorbild nur angelehnten – Figur, wurde die Musik je nach Nummer auf unterschiedliche Art neu bearbeitet. In der Regel bleibt ihre harmonische und melodische Gestaltung in weiten Teilen bewahrt, Rhythmus, Klangfarbe und Ausdruck hingegen erinnern nun an heutige Formen des Musizierens: z.B. Carmens Ouvertüre als Klingelton, der Wutausbruch Otellos auf Alltagsgegenständen als Perkussionsinstrumenten, verschiedene Nummern als Straßenmusik mit Akkordeon oder Popmusikbearbeitungen, etc.
3.) Für Entwicklungen in der Handlung, die über die originale Dramaturgie hinausgehen und diese nur noch als Erinnerungsmoment bewahren, wie z.B. das Finale oder auch zahlreiche Übergänge zwischen Szenen, sollen einzelne musikalische Passagen auch vollständig neu komponiert werden, sodass die musikalischen Vorbilder nur noch als Zitat anklingen.

Das Orchester und sein szenisches Musizieren:
Die instrumentale Besetzung wird so farbenreich ausgewählt und eingesetzt, dass sie sowohl den satten Orchesterklang simulieren, als auch skurrile Klangwelten entstehen lassen kann. Die Ausdruckspalette des Arrangements reicht vom kammermusikalischen Zitat der großen romantischen Oper bis zur vollständigen Auflösung der Originalmusik in Alltagsgeräusche oder Popmusikformen, die jener sozialen Sphäre entspringen, in der das Stück angesiedelt ist. Das widersprüchliche inhaltliche und ästhetische Spannungsfeld von prosaischem Berliner Emigrantenalltag, überhöhter Dramatik der Ausgangsstücke und hehrem Opernpathos, das die Dramaturgie des Abends prägt, steht auch im Zentrum einer zeitgenössischen musikalischen Fassung.
Auch geht das Musizieren nicht getrennt vom Handlungsgeschehen vor sich, sondern die Instrumentalisten befinden sich gemeinsam mit den Sängern im Wartesaal jener Behörde und verkörpern Figuren, wie sie zahlreich in die Sozialämter gespült werden: hoch virtuose aber arbeitslose russische Musiker, versprengte Teile einer Zigeunercombo, Alleinunterhalter usw. Dementsprechend müssen sie mit ihren Instrumenten relativ mobil und aufeinander eingespielt sein, sodass die Koordination mit den Sängern aus dem Ensemble heraus und ohne Dirigent geschehen kann. Um all diese Ansprüche erfüllen zu können, arbeiten wir mit einem gut aufeinander eingespielten Streichquartett zusammen (zwei Violinen, Bratsche und Violoncello), sowie einem virtuosen Klarinettisten, welcher sämtliche Bläserpartien von schrillem Piccolo bis zu gedämpften Horn imitieren kann, und einem Ophicleide-Spieler für die Bassstimmen. Ein Konzertakkordeon dient uns überdies als Harmonieinstrument, das für schnelle Läufe ebenso geeignet ist wie für Akkordflächen, und das durch den Wechsel der Registrierung verschiedene Klangfarben bereithält und den Umfang der übrigen Instrumente vereint.
Texte

kurze Ankündigung
Konzept Seite 1
Konzept Seite 2
Konzept Seite 3
Musikalische
Bearbeitung

Figurenbeschreibungen



Downloads

gesamtes Konzept
Kurzinfos

Partner & Sponsoren Konzept Presse Fotos Theater & Schule Anfahrt Links Kontakt & Impressum